Herbstliches Bullet Journal für Oktober mit vielen Handletteringsprüchen, Blätterverzierungen und Halloweenkürbissen

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Ohmanno, das Jahr hat einfach zu wenig Stunden. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass die Zeit immer schneller an mir vorbeifließt. Und jetzt ist schon Oktober, das heißt, das Jahr ist schon wieder fast vorbei.

2019 hat aber auch so viele Veränderungen und Ereignisse mit sich gebracht: neuer Job, Tagesmutter, Kita-Eingewöhnung, Brasilienurlaub, Hochzeit meiner Schwester und sehr guter Freunde, Geburt meines Patenkindes, Janas zweiter Geburtstag und und und. Wenn ich da nicht akribisch alles im Vorfeld plane und meine To Dos schriftlich festhalte, bekomme ich nebenbei gar nichts mehr hin und versinke in Verpeilt- und Vergessenheit.

Daher ist mein Bullet Journal mein zweites Gehirn. Dort kann ich meinen Kopf frei bekommen, indem ich wichtige Dinge zu Papier bringe, und kann mich nebenbei künstlerisch austoben.

Außerdem bekomme ich – auch wenn nur wenig Zeit da ist – ein wunderschönes Ergebnis hin. Ich habe so lange Zeit nicht gemalt und gezeichnet oder an meiner Kalligraphie geübt. Viele Bücher, Stifte und Tinten versauern im Schrank, aber langsam finde ich immer häufiger Zeit, um schöne Schriftarten und Sprüche zu lettern. Ich warte nicht mehr auf einen freien Nachmittag oder ein paar freie Stunden, sondern ich nutze meine manchmal 5 Minuten am Tag um vom hektischen und digitalen Alltag abzuschalten.

Das ist meine Zeit zum Runterkommen und Entspannen und ich lese immer häufiger, dass viele Menschen das Handlettering und Ausfüllen ihres Bullet Journals auch als reinste Meditation empfinden. Das Vorzeichnen und Schreiben der Schriftarten, die kleinen gemalten Motive und Bilder und die Verzierung mit Stempelmotiven: ich kann in relativ kurzer Zeit bei der Verwandlung einer leeren Seite zu einem – für mich – kleinem Kunstwerk zuschauen und habe gleichzeitig eine schöne Möglichkeit, all meine Aufgaben zu strukturieren und Erinnerungen festzuhalten.

Käseflips-Orange ist nicht gerade meine Lieblingsfarben und ich gebe zu, dass ich die Farben für diesen Monat eher nach Herbstvorgabe statt persönlicher Vorliebe gewählt habe, aber je mehr die Seiten sich füllten, desto mehr gefielen sie mir. Die Schriften gelingen mir nicht immer perfekt, die Linien sind nicht immer gleich dick (siehe „no rain, no flowers“), oder das Wort kippt in eine Richtung runter (siehe villeichTER), aber dadurch lerne ich mich zu verbessern und sehe meine Fortschritte.

Schaue ich mir z. B. die Schriften vom letzten Jahr an (Bulletjournal Oktober 2018, Cover Page Oktober 2018, vor einem Jahr habe ich mit meinem ersten Bullet Journal gestartet) sehe ich schon enorme Verbesserungen an meinem Schriftbild und vor allem auch an der Geschwindigkeit, in der ich die Schriften mittlerweile hinbekomme.

Vor allem auf die Halloweenseite bin ich besonders stolz.

Da es mit meinem Kürbis-Stempelset gerade leider Lieferschwierigkeiten gibt, musste ich ein wenig tricksen. Ich habe daher einen runden und einen ovalen Stempel genommen und meine Kürbisse mit der Maskiertechnik gestempelt. Dafür habe ich den Stempel in Osterglocke gedrückt und vor dem Abstempeln seitlich mit einem Fingerschwämmchen in Orange gefärbt. Somit entsteht ein schöner Übergang: von innen hell – nach außen dunkel.

Dann habe ich denselben Stempel nochmal auf ein Schmierpapier gestempelt und an einer Rundung entlang der Stempellinie abgeschnitten. Mit diesem Schmierpapier habe ich den ersten Abdruck abgedeckt um halb über das erste Motiv drüber zu stempeln. Dasselbe habe ich auf der anderen Seite gemacht und schon hat man seinen Kürbis. Das Gesicht habe ich einfach mit Fineliner gemalt. Sieht ganz hübsch aus, oder?

Und nun geht’s an den November, eine Idee dazu habe ich schon. Jetzt muss ich es nur noch schaffen, sie aus meinem Kopf auf’s Papier zu kriegen…

Euch allen ein schönes Wochenende und liebe Grüße

sarah

 


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